Ausleitende Verfahren:

Aderlass:

Die Ordination Dr. Domenig & Dr. Langer - Zentrum für Naturheilkunde

Der Aderlass gilt als eine der ältesten Therapieformen. Vor allem in großen Teilen Asiens (z.B. in der ayurvedischen Medizin) schon seit Jahrtausenden verbreitet erhielt das Verfahren in Europa vor allem durch Hildegard von Bingen Bedeutung. Ein Aderlass kann sowohl vorbeugend zur Gesundheitserhaltung als auch gezielt zur Behandlung von Beschwerden eingesetzt werden.  Blut dient im Körper nicht nur als Transportmedium sondern auch als Zwischenspeicher für Überschuss. So steigt zum Beispiel die Blutdicke (=Hämatokrit) nicht nur durch gezieltes Höhentraining sondern auch durch übertrieben eiweißreiche Diät an. Der gesamte Stoffaustausch des Körpers wird in den kleinsten Gefäßen durch diese Zunahme an Dickflüssigkeit behindert. Schlechtere Sauerstoff- und Nährstoffversorgung, aber auch schlechterer Abtransport von Entzündungsstoffen ist die Folge. Die Gefäße werden zusätzlich belastet, leiden an Elastizitätsverlußt. Generell bewirkt die Fülle häufig einen Anstieg des Blutdrucks. Der belastete Mensch wirkt gestaut: übertriebene Gesichtsrötung, hoher Blutdruck, leichtes „Explodieren“ treten gehäuft auf.

Mittels Aderlass können Überschüsse auf natürliche Weise aus dem Körper entfernt werden. Wenige Tage nach Vollmond trennen sich die Schlackenstoffe besonders leicht vom Blut. Durch sorgfältige Analytik (Blutbild) wird vermieden, dass zu viel Blut entnommen wird. Meist reichen 50-200ml dabei aus. Der Körper nutz dabei das geschaffene Ventil und leitet Überschüsse gezielt aus. Meist ist gegen Ende der Behandlung eine Aufhellung des abfließenden Blutes erkennbar. 


Der Aderlass wird nach bestimmten Kriterien mit Vor- und Nachbehandlung eingesetzt. Dabei empfehlen wir im Vorfeld einige Entlastungstage, zum Beispiel mittels milder Ableitungsdiät. Der Effekt auf Ihre Gesundheit wird dadurch noch gesteigert.

Natürlich ist es günstig, auch nach der Behandlung den Eiweißkonsum zu reduzieren, um eine möglichst nachhaltige Verbesserung der Gesundheit zu erwirken. Beim Aderlass erhalten Sie genaue Informationen über die Diät.

Häufige Indikationen:

  • Bluthochdruck. Häufig können durch regelmäßige kleine Aderlässe Medikamente gespart werden (die regelmäßige Kontrolle der Blutdrucks ist dabei selbstverständlich)
  • bei allen Formen von Entzündungen
  • Rheuma und Gelenksbeschwerden
  • Gicht
  • unterstützend bei Hauterkrankungen, wie z.B. Ekzemen, Neurodermitis u.Ä.
  • bei menopausalen Beschwerden (quasi als Ersatz für die nun wegfallende regelmäßige Ausleitung durch die Monatsblutung.) – als kleine Alternative zur Blutegeltherapie.
  • allgemein zur Gesundheitsvorsorge als entlastende Therapie

Blutegeltherapie

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Die Anwendung von Blutegeln gehört zu den ältesten überlieferten Methoden in der Geschichte der Medizin. In verschiedenen Kulturkreisen und schon lange vor Christus wurde der therapeutische Nutzen erkannt. Zunächst in der Volksmedizin verbreitet wurde die Methode schnell unverzichtbarer Bestandteil der wissenschaftlichen Medizin. Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts
erlebt sie nun wieder eine Renaissance.

Medizinische Blutegel stehen unter Naturschutz. Medizinische Blutegel
werden in speziell zugelassenen Unternehmen gezüchtet und als Fertigarzneimittel eingestuft. Sie unterliegen den gleichen Anforderungen an
Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit wie andere zulassungspflichtige Medikamente.

Bei der Therapie wird je nach Indikation eine unterschiedliche Anzahl an Egeln an dem betroffenen Körperteil oder an Akupunkturpunkten angesetzt. Der Egel saugt sich meist zunächst mit dem hinteren Saugnapf an der Haut fest und sucht dann mit dem vorderen Ende, das die Kiefer enthält, die geeignete Bißstelle. Der Biss selbst ist schmerzarm, am ehesten vergleichbar mit der Berührung einer Brennnessel. Für einige Minuten kann ein leichtes Brennen oder Stechen spürbar bleiben.

Zunächst geben die Egel verschiedene Substanzen in die Wunde ab, die entzündungs- und gerinnungshemmend sind. Außerdem sind sie gefäßerweiternd, schmerzstillend, straffen die Blutgefäße und regen den Lymphstrom an. Diese Wirkungen ermöglichen eine Anwendung bei einer großen Anzahl von Beschwerden. Anschließend kommt es zum Saugvorgang. Während der gesamten Behandlung bleiben die Egel an derselben Stelle festgesaugt. Nach der Behandlung fallen die Egel von selbst ab oder werden vom Therapeuten sanft abgelöst, ohne dass dabei Schmerzen zu spüren sind. Die Nachblutung setzt unmittelbar ein und kann über viele Stunden anhalten. Dabei kommt es zur Wundreinigung und zum sanften Aderlass, einer erwünschten ausleitenden Wirkung der Therapie.
Die Wunden werden locker verbunden. Der Verband darf die Nachblutung nicht behindern! Am Folgetag führen wir bei Bedarf einen Verbandwechsel und Kontrolle der Bißstellen durch.

Der Anwendungsbereich von Egeln erstreckt sich über eine Vielzahl von Beschwerden:

  • Arthrosen (Gelenksabnutzung) der großen und kleinen Gelenke (z.B. Knie-, Schulter-, Daumen-, Fingergelenke)
  • Gelenksentzündungen, akute und chronische Entzündungen der Haut, Schleimbeuteln, Sehen und Muskeln (Arthritis, Schleimbeutelentzündungen, Tennis- oder Golfer-Ellenbogen, Karpaltunnelsyndrom oder Kalkschulter)
  • Rheuma, Weichteilrheuma (Fibromyalgie), Muskelverspannungen
  • Nervenschmerzen, Gürtelrose (Herpes Zoster), Kopfschmerzen
  • Nacken-/Rückeschmerzen, Bandscheibenvorfall
  • Durchblutungsstörungen, Wundheilungsstörungen, Angiopathie, Ulcus Cruris
  • Tinnitus, Hörsturz, Schwindel
  • Entzündliche Schmerzen nach Gelenksersatz
  • U.a. mehr

SchwermetaLlausleitung:

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Schwermetalle gelangen auf vielfältige Weise in unseren Körper, beispielsweise über Trinkwasser (alte Bleirohre), Amalgamfüllungen (vor allem beim Ausbohren werden Schwermetalle freigesetzt), Deos, Lacke, Fischkonsum und diverse Umweltgifte.
Da sie Rezeptoren für Enzyme (Biomotoren) unseres Körpers besetzen können, kann u.a. die hormonelle Regulation, Verdauung oder generell die Entgiftungsleistung unseres Körpers empfindlich gestört werden. Menschen haben dabei unterschiedliche Fähigkeiten, Schwermetalle auszuscheiden. Bei unklaren Beschwerden, Exposition oder Verdacht gibt einen Test mit DMPS Auskunft über den Grad an Belastung. Je nach Konzentration werden dann in mehreren Zyklen langsam die vorhandenen Gifte gelöst, harngängig gemacht und letztlich über die Niere mit dem Harn ausgeschieden.

Indikation:
Schwermetallbelastung – die Therapie wird nur nach gesicherter Diagnose durchgeführt!

DMPS (DiMercaptoPropanSulfonSäure), wurde in den 50er Jahren des 20ten Jahrhunderts in Russland entwickelt – zunächst zur Behandlung für Minenarbeiter: Unter regelmäßiger DMPS-Therapie konnte die Lebenserwartung der Arbeiter um 20 Jahre verlängert werden! Vor allem Kupfer- und Quecksilberbelastungen sprechen hervorragend auf die Therapie an, die zunächst vor allem die im Bindegewebe eingelagerten Metalle löst. Eventuell im Blut verbleibende Metalle können in einem zweiten Ansatz mit einer ähnlichen Substanz (DMSA – DiMercaptoSulfonSäure) oral ausgeleitet werden.

Aber auch andere Schwermetalle, wie Arsen, Blei und auch Aluminium (Alzheimer!) sprechen gut auf die Ausleitung an. Dabei kann z.B. die Bindungsfähigkeit für Blei durch Alkalisierung des Gewebes verbessert werden. Daher verbinden wir fallweise die Therapie mit Bicarbonat- oder Aminosäure-Infusionen.

Intensivdiätetik und abführende Verfahren:

Eingehende Diagnostik des Bauches nach FX Mayr geht der Therapie stets voraus. Dabei werden Abweichungen vom Gesunden, sowie Zustand des Darmes, Konstitution und Belastbarkeit feinfühlig erfasst. Danach werden Beschwerden und Ernährungsgewohnheiten erhoben und das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen besprochen. Eventuelle weiterführende Diagnostik wird je nach Wunsch in die Wege geleitet.
Die eigentliche Behandlung erstreckt sich meist über längere Zeiträume und setzt hohe Patientenmotivation und Disziplin voraus. Die Ausleitung erfolgt über abführende Mittel, aber bedarfsweise auch Aderlass, Schwermetallausleitung und Egelbehandlung.
Als Verlaufskontrolle dienen regelmäßige klinische Überprüfung der Verbesserung des Bauches sowie auf Wunsch auch Herzratenvariabilitätsdiagnostik.

Zuleitende Verfahren: Infusionstherapie

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Nicht immer ist Ausleitung das Mittel der Wahl. Durch fehlendes Angebot, vermehrten Umsatz oder reduzierte Aufnahme (funktionelle Darmschwäche) kann es zu Nährstoffdefiziten kommen. Sowohl durch Ernährungsumstellung als auch durch Ersatztherapie, z.B. durch Infusionen, können Defizite wieder ausgeglichen werden. Die Mischungen werden individuell für Sie nach vorausgegangener Analytik erstellt.